„Gerecht sein, heißt heilig sein!“
Schwester Lucia über die Bedeutung der Erscheinung am 13. Juni 1917 in Fatima
Quelle: Fatima ruft Nr. 237


Von dieser Erscheinung am 13. Juni 1917, von der ich jetzt spreche, schreibe ich in den Erinnerungen:

➢ Vor der rechten Handfläche Unserer Lieben Frau befand sich ein Herz, umgeben von Dornen, die es zu durchbohren schienen. Wir verstanden,  dass dies das Unbefleckte Herz Mariens war, verletzt durch die Sünden  der Menschheit, das Sühne wünscht".

 

Hier müssen wir uns daran erinnern, dass es sich nicht um ein fleischliches Herz handelte, das Unsere Liebe Frau aus

ihrer Brust gerissen hatte, um es uns zu zeigen.

 

Wir alle wissen, dass das Herz das Symbol für die Liebe ist und des Schmerzes, ein Sammelbecken der Barmherzigkeit und Vergebung. Diese überbordende Liebe lässt die Eltern hinter ihren Kindern hereilen, die in die Irre gegangen sind, die das Elternhaus verlassen haben, wie Vagabunden leben und verloren gehen auf gemeinen Wegen. So zeichnet sich Christus in den Gleichnissen als Guten Hirten für das verlorene Schaf. Im Evangelium lesen wir, wie Unsere Liebe Frau und der Heilige Josef betrübt nach Jerusalem zurückkehrten und ihren verloren geglaubten Sohn suchten.

Als sie ihn gefunden  hatten, machte sich unsere Herrin frei vom Schmerz, den sie in ihrem Herzen empfand  und

sagte:

„Wusstest du nicht, dass dein Vater und ich Dich voll Schmerz gesucht hatten?"

 

Sie waren schon voll entschädigt für all ihre Mühen und Trauer, als sie ihr Kind wiedergefunden hatten. Ihr Sohn nahm bescheiden an, mit den Eltern wieder ins Vaterhaus  heimzukehren und dort zu verbleiben. Er war ihnen gehorsam und arbeitete an ihrer Seite, um mitzuhelfen, das tägliche Brot zu verdienen.

Das ist die beste und erste Wiedergutmachung, die Gott und Unsere Liebe Frau von uns erbitten und die wir Ihnen für unsere eigenen Sünden, für die Sünden des Nächsten und der in ihren eigenen Irrtümern verlorenen Menschheit darbringen. Es ist eine Menschheit,  die auf krummen Wegen irregeführt, getäuscht und hintergangen wird im Streben nach Vergnügungen, die sie verdirbt. Was haben wir zu tun? Zurückgehen, heimkehren in der Gewissheit, dass wir im Vaterhaus noch einen Platz finden, einen Vater und eine Mutter, die auf uns warten. Ändern wir unser Leben und suchen wir diese Begegung. Dort finden wir Verzeihung, Gnade und Kraft, Ihnen die Wiedergutmachung unserer Vergangenheit darzubringen. Es braucht die Treue im Gebet und Opfer. Um zukünftig Gott, dem Nächsten und uns selbst gegenüber die Treue zu halten, müssen wir uns dies auferlegen.

 

Dann bat unsere Herrin, dass wir Gott Gebete und Opfer darbringen für die Bekehrung der Sünder. Es braucht unser Gebet und unser Opfer, vereint mit dem Gebet und dem Opfer Christi, der sich dem Vater darbrachte, damit wir alle gerettet werden. Es braucht unsere Liebe, vereint mit der Liebe Christi des Erlösers. Es ist die Frucht der Liebe, für

welche das Herz Symbol und Sammelbecken ist. Aus diesem Herzen überbordet diese Liebe, die Verzeihung ist, die Barmherzigkeit und die Gnade zu unseren Gunsten.

Vergessen wir nicht, es sind, in erster Linie die Opfer, die wir Gott darbringen sollen und die er annimmt, die wir uns selber auferlegen, damit wir getreulich die Gebote seines Gesetzes erfüllen die Gebote des Gottesgesetzes.

Es ist die Antwort des jungen Mannes  auf die Frage Christi: „Meister, was muss ich Gutes tun, um ewiges Leben zu erlangen?"

Jesus gab ihm zur Antwort: „Willst du aber ins Leben eingehen, so halte die Gebote." (Mt  19,  16-17).

Liebe Gott über alle Dinge und den Nächsten wie dich selbst. Füge dem Nächsten nicht das zu, was du selber von ihm nicht erwünschest, dass er es dir tue.

Es gibt noch viele andre Opfer, die Gott von uns erbittet und erhofft, wie zum Beispiel: dem Nächsten in seinen Schwierigkeiten beistehen, ihm helfen, diese zu lösen, soweit es uns möglich ist. Die Versuchungen und die Gefahren, die uns auf schlechte Wege führen, zu besiegen. Befreien wir uns vom Überflüssigen, um jenen beizustehen, die nichts besitzen.

Bringen wir Gott unser Gebet und unsere Opfer dar, für jene, die mehr Glaube, Hoffnung und Liebe benötigen, damit sie

wieder auf den Pfad des Friedens, der Gelassenheit,  der Wahrheit und Gerechtigkeit gelangen. Gerecht sein heißt,

heilig sein.

 

 




Heiliger Erzengel Michael, beschütze uns im Kampfe   gegen die Bosheit und die Arglist des Teufels.   Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich.   Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen,   stürze den Satan und die anderen bösen Geister,   die zum Verderben der Seelen die Welt durchstreifen,   in der Kraft Gottes hinab in die Hölle. Amen.