Lourdes  -  Bernadette Soubirous

1879 starb Bernadette, erschöpft und von ihren Krankheit ausgezehrt, an Knochentuberkulose. Vier Jahrzehnte nach Bernadettes Ableben wurde anlässlich ihrer Seligsprechung am 14. Juni 1925 ihr Grab geöffnet. Dabei fand man ihren Leichnam unverwest vor, während ihr Leichentuch vermodert und ihr Sterbekreuz verrostet war. Heute ruht der unverweste Leichnam von Bernadette in einem kostbaren Glasschrein der Kirche des Klosters Saint-Gildard. Lourdes, wo so viele Heilungen geschehen und Millionen von Gebeten jedes Jahr zu Gott emporsteigen, erkennt man immer wieder, dass es ein von Gott begnadeter Ort ist - AMEN.



Ex-Muslimin Rifqa Bary

 

«Gott, zeig mir, ob du Allah, Buddha oder Jesus bist...»

 

Auf einem Auge blind und sexuell missbraucht, so ist die achtjährige Rifqa Bary eine Scham für ihre Familie, strenggläubige Muslime aus Sri Lanka. Die Familie flieht in die USA. Doch Rifqa ist totunglücklich. Sie wird geschlagen und sieht keinen Sinn im Leben. In ihrer Verzweiflung betet sie: «Gott, zeig mir, ob du Allah, Buddha oder Jesus bist...» Und Gott zeigt sich ihr – doch das bringt schwere Konsequenzen mit sich.

 

 

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Als Rifqa Bary acht Jahre alt ist, entscheiden sich ihre Eltern, von Sri Lanka in die USA auszuwandern. Die strenggläubigen Muslime fliehen aus Scham: Ihre Tochter ist auf einem Auge blind und wurde zudem von einem entfernten Verwandten vergewaltigt. In der islamischen Kultur liegt die Schuld hierfür beim Opfer. «Ich wurde als blindes Bild der Unvollkommenheit angesehen», berichtet Rifqa. Um ihr Gesicht zu waren, zieht die ganze Familie nach Ohio.

 

 

«Ich möchte einfach nur die Wahrheit wissen»

 

Doch Rifqa ist unglücklich. Sie wird zu Hause geschlagen und fragt sich, warum sie überhaupt am Leben ist. «Wenn das alles ist, was das Leben zu bieten hat, dann möchte ich es nicht.» In ihrer Verzweiflung betet die mittlerweile 12-Jährige: «Gott, wenn es dich gibt, dann zeig mir, wer du bist und ich werde dir folgen. Zeig mir, ob du Allah, Buddha oder Jesus bist, ich möchte einfach nur die Wahrheit wissen.» Wenige Monate später lädt eine Schulfreundin, die nichts von Rifqas turbulenter Situation weiss, sie in ihre Gemeinde ein. Rifqa gelingt es, eine Bibel mit nach Hause zu schmuggeln und liest darin, wann immer sie kann, häufig abends im Badezimmer, sobald ihre Eltern schlafen.

 

Code-Worte für Jesus

 

Am stärksten beeindruckt sie die Geschichte von Jesus und seine Liebe. «Ich hatte erlebt, dass der Islam von Angst und Wut geprägt ist. Du gehorchst Allah, weil du Angst davor hast, bestraft zu werden. Aber wir Christen gehorchen Gott, weil wir ihn lieben.» Kurz darauf gibt sie ihr Leben Jesus Christus. Doch Rifqa fühlt sich bedroht. Wenn sie mit Freunden telefoniert, braucht sie Code-Namen für Jesus und den Glauben. Die Bibel liest sie nach wie vor nur heimlich. «Ich hatte unheimlich Angst, dass meine Eltern es herausfinden könnten und vier Jahre lang versteckte ich meinen Glauben. Meine Freunde hatten große Angst um mich.»

 

Ohne Stimme

 

 

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Rifqa ist mittlerweile 16, finden ihre Eltern heraus, dass sie an Jesus Christus glaubt. Aus Angst, ihr Vater können sie umbringen, flieht das junge Mädchen zunächst in das Haus eines befreundeten Pastors. Als man sie dort findet, begibt sie sich in polizeilichen Schutz. Ihr Fall kommt vor Gericht, da sie ja noch minderjährig ist. Auch ihre Eltern kommen in den Gerichtssaal und veröffentlichen nach der Anhörung eine Stellungname, in der es heisst: «Egal, was passiert ist, du wirst immer unsere Tochter bleiben. Wir lieben dich und unsere Tür wird immer für dich offen sein, wenn du eine Beziehung zu uns haben möchtest.»

 

 

Ihre Geschichte macht Schlagzeilen in den Medien, nicht jeder glaubt ihr. Doch das Gericht, das ihren Fall behandelt, verbietet ihr, mit der Presse und anderen Aussenstehenden zu reden. Sie kommt in verschiedenen Pflegefamilien unter, bis sie volljährig ist. Erst jetzt darf sie ihre Geschichte erzählen – doch sie schafft es nicht, zu tief sitzen die Verletzungen und das Trauma.

 

«Ich liebe meine Familie und habe ihr vergeben!»

 

In diesem Jahr hat die 22-jährige Studentin nun ein Buch über ihr Leben veröffentlicht. Der Titel: «Hiding in the Light: Why I Risked Everything to Leave Islam and Follow Jesus» (Im Licht versteckt: Warum ich alles riskierte, um den Islam zu verlassen und Jesus zu folgen). «Als ich aufwuchs, hatte ich keine eigene Stimme. Ich habe das Gefühl, dass dieses Buch meine Stimme ist.»

 

Bis heute hat Rifqa keinen Kontakt zu ihrer Familie und lebt weiterhin in Angst. Doch sie hat ihre Entscheidung für Jesus Christus nie bereut. «Ich würde alles wieder so tun, denn es hat mich zu der Person gemacht, die ich heute bin. ... Ich liebe meine Familie und ich wünsche mir so sehr, dass sie die Freiheit und das Erbarmen erkennt und erlebt, die ich in Jesus gefunden habe. Ich habe ihr vergeben!»

 

Zur Webseite:
Homepage von Rifqa Bary


Lourdes: Von Geburt an taubes Mädchen kann wieder hören

 

Sie war von Geburt an taub. Am vergangenen 11. Mai kurz vor 20.30 Uhr nahm sie die Prothesen ab und sagte zur Mutter: „Die brauche ich nicht mehr. Ich höre jetzt.“ Die Rede ist von einem kleinen Mädchen, das sich mit ihrer Mutter, der Großmutter und ihrem Bruder auf Wallfahrt in Lourdes aufhielt.

Ihre Geschichte erzählte Giuseppe Secondi, der Unitalsi-Leiter von Mailand Südwest, der die Wallfahrt mit dem Mädchen leitete. Unitalsi ist ein kirchlicher Dienst, der Krankentransporte nach Lourdes und zu anderen internationalen, aber auch italienischen Wallfahrtsorten durchführt.

„Das Mädchen wurde am 25. Dezember 2009 vorzeitig geboren. Um sie zu retten, verabreichten ihr die Ärzte Medikamente, die ihre Hörorgane schädigten. Im Gaslini-Krankenhaus von Genua wurden ihr eigene Prothesen eingesetzt, da Gehörapparate bei ihr keine Wirkung hatten. Mit Hilfe der Logopädie lernte sie im Laufe der Zeit, die Lippen zu lesen und mit Schwierigkeiten zu sprechen.

Um für ihre Familie zu danken, entschloß sich die Mutter mit den Kindern an einer Dankwallfahrt zur Gottesmutter nach Lourdes teilzunehmen, zu der sie auch ihre Mutter begleitete.

Unsere Liebe Frau von Loudes

Die Wallfahrt fand in der gewohnten Weise statt. Gebet, Heilige Messe, Eintauchen in die Wannen. Am Abend des 11. Mai „waren wir nach Abschluß der Eucharistischen Prozession ins Hotel zurückgekehrt“, erzählte die Mutter. „Ich spielte noch ein bißchen mit den Kindern, dann wollte ich zum Treffen der Pilger gehen, die das erste Mal an einer Wallfahrt nach Lourdes teilnehmen. Als ich meiner Tochter sagte, daß ich weggehen, aber nicht lange ausbleiben würde, sagte sie plötzlich mit klarer Stimme, wie sie noch nie gesprochen hatte, daß ich bleiben solle.“

Während des Pilgertreffens wurde Wallfahrtsleiter Secondi gerufen. Ihm wurde mitgeteilt, daß sich das Mädchen die Hörprothesen abgenommen und zur Mutter gesagt hatte, daß sie diese nicht mehr brauche, weil sie nun hören könne.

„Wir standen ungläubig vor ihr. Von einem Nebenraum aus riefen wir sie mehrmals mit leiser Stimme und konnten feststellen, daß sie uns wirklich hörte Vor allem aber sprach sie nun ganz deutlich, ganz anders als zuvor.“

„Ich danke Dir, liebste Mutter, für das, was Du mir getan hast“

Am nächsten Morgen wollte Secondi mit ihr das Bureau des Constatations Medicales aufsuchen, um den Fall zu melden. Zuvor begleitete er das Mädchen zur Erscheinungsgrotte. Als sie dort waren sagte das Kind: „Gehen wir zu meiner Madonna, meine hat eine Krone auf dem Kopf“. So sind wir zur großen gekrönten Statue Unserer Lieben Frau von Lourdes gegangen. Als wir vor ihr standen, sagte das Mädchen zu meinem Erstaunen: „Ich danke Dir, liebste Mutter, für das, was Du mir getan hast.“

Anschließend sind wir ins Bureau des Constatations Medicales. Im Warteraum befand sich eine stilisierte Mariendarstellung. Das Mädchen sagte: „Ist die häßlich.” Als wir ins Arztzimmer kamen, hing dort ein Bild der gekrönten Gottesmutter: „Das ist die Madonna“, sagte sie zufrieden.

Die Ärzte befragten sie ausführlich, dann auch die Mutter. Sie führten Hörtests durch. Die Untersuchungen werden seither in Italien fortgesetzt und sind noch im Gange. Die Ärzte in Genua stellten zu ihrem Erstaunen eine Heilung der Hörorgane fest. Auch charakterlich fand eine Veränderung statt. Das bisher sehr verschlossene, in sich gekehrte Mädchen ist nun eine ganze andere geworden.

In Lourdes geht man mit Vorsicht und genauen Untersuchungen vor, ehe ein Wunder anerkannt wird. Die Erhebungen werden daher noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Das Mädchen und die Familie sind jedenfalls glücklich und dankbar.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons

 




Heiliger Erzengel Michael, beschütze uns im Kampfe   gegen die Bosheit und die Arglist des Teufels.   Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich.   Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen,   stürze den Satan und die anderen bösen Geister,   die zum Verderben der Seelen die Welt durchstreifen,   in der Kraft Gottes hinab in die Hölle. Amen.